20 Jahre Gegenwart – Endspurt im MMK

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Klar, über die Jubiläumsausstellung des Museums für Moderne Kunst Frankfurt wurde schon viel geschrieben und berichtet. Es gibt aber zwei Gründe, warum wir das jetzt auch und in aller Kürze nachholen wollen. Zum einen, weil ich es selbst erst Anfang Oktober schaffte, die Ausstellung zu besuchen, zum anderen, weil die Ausstellung am Standort MainTor-Areal bis 30. Oktober verlängert wurde. Ein Besuch ist also noch möglich und wirklich lohnenswert.

Über 4.500 Werke von den 1960er Jahren bis heute umfasst die Sammlung des Museums. Damit gehört das MMK bereits nach zwanzig Jahren zu den wichtigsten Häusern moderner Gegenwartskunst. Bis zu diesem Sommer war es dem Museum aus Platzgründen nicht möglich, eine umfassende Ausstellung der eigenen Sammlung zu zeigen. Am 19. Juni diesen Jahres war es dann aber soweit und das MMK eröffnete zum eigenen 20. Geburtstag „MMK 1991-2011. 20 Jahre Gegenwart“.

Möglich wurde das durch die zeitlich befristete Erschließung des MainTor-Areals, einem inzwischen leerstehendem Bürogebäude, das nach der Ausstellung abgerissen wird. Die Jubiläumsausstellung erstreckte sich somit über drei Standorte: das MMK, das MMK Zollamt und eben das MainTor-Areal. Inzwischen musste die Ausstellung aus dem Zollamt weichen, um der Absolventenausstellung der Städelschule 2011 Platz zu machen, und auch im MMK selbst geht an diesem Wochenende die Ausstellung zu Ende. Der dritte Standort, das MainTor-Areal, zeigt aber noch bis zum 30. Oktober Werke aus der eigenen Sammlung. Auf insgesamt sieben Etagen bietet das Museum dort eine abwechslungsreiche Reise durch die Kunst der Gegenwart. Die Palette reicht von Fotografien über Gemälde bis hin zu Installationen unterschiedlichster Art. Dabei werden namhafte Künstler, wie zum Beispiel Thomas Demand oder Nam June Paik, und deren Hauptwerke berücksichtigt, aber auch Werke junger Künstler gezeigt, die bisher noch nie im MMK präsentiert wurden.

Ein Besuch der 4.000 m² großen Fläche ist wirklich empfehlenswert – sowohl wegen der Kunstwerke als solches, aber auch wegen der Art der Präsentation in dem ehemaligen Bürogebäude, das zwar verändert, aber immer noch den bekannten Bürocharme versprüht.

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