Die Rue Dénoyez – das Street-Art-Zentrum in Paris

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Eigentlich wäre die kleine Rue Dénoyez einfach eine unscheinbare Gasse mitten in Paris. Da Sprühen und andere Ausdrucksformen urbaner Kunst dort aber legal sind, ist aus der wenigen hundert Meter langen Straße ein bunter Ort geworden, der alle Facetten der Street Art präsentiert.

Die kleine Gasse liegt im Zentrum des Stadtteils Belleville, einem Arbeiterviertel, das sich merklich in seiner Architektur und Bevölkerung von den reicheren westlichen Stadtteilen in Paris unterscheidet. Ein erster Blick in die Rue Dénoyez beschert dem Besucher Fassaden, die von der Bordsteinkante bis zum Dach bearbeitet sind, umgestaltetes Straßenmobiliar, bebilderte Mülltonnen und Absperrpoller.

Ein aufmerksamer Gang durch die Gasse lohnt sich wirklich. Fast jeder Fleck wird dort täglich genutzt, um neu gestaltet zu werden. Zu sehen sind dabei Graffitis, Stencils, viele Paste-Ups und eine Unmenge kleiner Kuriositäten, die manchmal erst beim genauen Hinsehen erkennbar werden.

In der Rue Dénoyez ist noch nicht einmal Glück notwendig, um Künstler bei ihrer Arbeit beobachten zu können. Denn diese sind – anders als so häufig – am helllichten Tag aktiv. Bei einem längeren Parisaufenthalt lohnt sich auch ein mehrfacher Besuch der kleinen Straße, da diese wenige Tage nach dem ersten Besuch schon wieder ganz anders aussehen kann. Gearbeitet wird hier schließlich ständig. Die Bilder dieses Beitrags und in dem Flickr-Album entstanden alle am 18. November, vielleicht sieht die Rue Dénoyez heute schon ganz anders aus.

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