Gigantische Installationen im öffentlichen Raum

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Großflächige Kunstprojekte werden im Gegensatz zu vorherigen Jahrhunderten nicht mehr vorrangig im öffentlichen Raum installiert, um Macht zu demonstrieren oder an historische Ereignisse zu erinnern. Mit zeitgenössischen, überdimensionalen Installationen soll der Mensch, der Bewohner der Stadt, der Betrachter angesprochen und zum Nachdenken animiert werden. Meist nur für einen festgelegten Zeitraum aufgestellt, dienen ihre überdimensionalen Ausmaße dazu, binnen einer kurzen Zeitspanne das größtmögliche Maß an Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich zu ziehen. Drei Beispiele derartiger Skulpturen der Superlative im urbanen bzw. öffentlichen Raum haben in letzter Zeit für Schlagzeilen gesorgt.

Florentijn Hofmans gelbes Kaninchen

13 Meter hoch ist das riesige, gelbe Kaninchen, das der niederländische Künstler Florentijn Hofman im schwedischen Öreboro errichtet hat. Aufgestellt wurde es im Rahmen der openart biennale, einer Kunstausstellung im öffentlichen Raum, die dem Gesicht der Stadt für die Dauer der Aktion ihren Stempel aufdrücken will. Durch die bizarren Ausmaße seines überdimensionalen Kaninchens fragt der Künstler, „What’s the use and purpose of public space?“.

13 Meterhohe Statue eines gelben Kaninchens von Florentijn Hofman in Öreboro, Schweden.13 Meter hoch ist die Kaninchen-Skulptur von Florentijn Hofman im schwedischen Öreboro. (Bild: © Florentijn Hofman)

Ein gigantisches, gelbes Kaninchen in der Innenstadt von Öreboro, Schweden.Ein gigantisches, gelbes Kaninchen in der Innenstadt von Öreboro, Schweden. (Bild: © Florentijn Hofman)

 

Die Badende: Riesige Meerjungfrau in der Hamburger Binnenalster

Die Badende ist eine circa 4×20 Meter Großinstallation, die in der Hamburger Alster errichtete wurde. Die gigantische Meerjungfrau ist ein Werk des deutschen Künstlers Oliver Voss und war für einen Zeitraum von zehn Tagen im Juli 2011  auf dem Ballindamm in der Binnenalster zu sehen. Gegenüber Spiegel Online gab der Künstler an, er wolle mit der gigantischen Skulptur die Menschen dazu anregen, die „Binnenalster neu zu erleben“.

 

Gelitin – Rosa Hase in freier Wildbahn

Mit einem Ausstellungszeitraum von genau 20 Jahren ist der rosa Hase, den der Künstler Gelitin in den italienischen Alpen errichtet hat, das beständigste der drei vorgestellten Skulpturen. Fünf Jahre lang dauerte allein die Fertigstellung des gehäkelten, toilettenpapier-rosa Riesenhasen, der Wanderern in den italienischen Bergen bei Piemont erwartet. Aufgestellt 2005 kann man Gelitins Werk noch bis 2025 besuchen. Und das sollte man unbedingt tun, wenn man den Ausführungen des Künstlers zu seinem Werk Glauben schenkt: „Den Hasennektar trinkend, schwebend, man glaubt zu fliegen, so glücklich macht der Hase.“

Der riesige rosa Hase von gelitin in den italienischen Alpen aus der Vogelperspektive.Der riesige, rosa Hase aus der Vogelperspektive (Bild: © gelitin)

 

Riesiger, rosa Hase in den italienischen AlpenGelitins rosa Hase (Bild: © gelitin)

 

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