Kein Bier auf Hawai und kaum Street Art in Basel

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Porn Flakes Stencil im schweizerischen basel.

Am vergangenen Samstag war ich zum ersten Mal im schweizerischen Basel und muss sagen, dass ich eine, mit kleinen Abstrichen, recht nette Stadt vorgefunden habe: Alt, direkt am Rhein, dessen sauberes Wasser auch ganz offiziell zum Schwimmen einläd und eine schöne, historische Innenstadt mit vielen engen Gassen, Kirchen aus verschiedenen Epochen und vielen Museen. Allerdings – jedoch scheint dies gerade im Allgemeinen ein schweizerisches Problem zu sein – ist die Stadt wahnsinnig teuer – wenigstens für Touristen. Nachdem ich schnell umgerechnet habe, kam ich auf gut 7,50 Euro für eine Currywurst oder immerhin noch stolzen 4,70 für einen Cappuccino to go. In dieser Konsequenz haben wir nicht einen Cent in der Schweiz gelassen.

Was Metropolen wie Barcelona, London oder Berlin – und zum Teil natürlich auch Kleinstädten, wie Bastian letztens über das spanische Torredembarra schrieb – ihren spezifischen Charme verleiht, fehlt in Basel: Die Innenstadt wirkte komplett „sauber“, da wo man in einer dunklen Gasse einen Tag entdeckte, markierten zahlreiche überstrichene Stellen an der jeweiligen Fassade, dass hier Nulltoleranz gilt. Was man dagegen recht viel zu sehen bekommt, sind Sticker, vereinzelt ein paar Paste-ups – von langer Dauer scheint dagegen nichts zu sein.

Gründe für die Abwesenheit großer Street Art fand ich nach kurzer Recherche im Netz. So verlassen selbst lokale Street Artists die Stadt gen Amsterdam, wie der Basler Street Art Künstler Bustart. Gegenüber der Basler Zeitung begründet er diesen Schritt mit den Worten: „Das Beste, was man in Basel bekommt, ist eine Anzeige“. Ein Paste-up von Bustart bekam ich dennoch zu Gesicht:

Pasteup des Basler Street Artists Bustart

Wir überquerten eine Basler Brücke, über die sich Strickguerilla hergemacht haben. An jeder Laterne fanden sich Yarn Tags, die, wenn nicht spektakulär, so doch wenigstens ein willkommerner Farbtupfer waren.

Strick Guerilla Aktion auf einer Brücke in Basel, Schweiz.

Meine Ausbeute an Schnappschüssen war alles in allem eher rar und manchmal habe ich nur den Auslöser gedrückt, um nicht vollends mit leeren Händen dazustehen. Darunter viele Sticker sowie einige weitere, gute Paste-ups. Den Rest gibt es auf Flickr zu sehen:

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