Murmur Study auf der Frankfurter Buchmesse

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Murmur Study von Christoph P. Baker im Open Minds Pavillon auf der Frankfurter Buchmesse

Heute war ich auf der Frankfurter Buchmesse und bin eigentlich nicht davon ausgegangen, dass ich etwas Interessantes finden werde, um darüber zu schreiben. Doch dann besuchte ich den Open Minds Pavillon und stolperte unverhoffter Dinge über die Installation Murmur Study von Christoph P. Baker. Bei der Installation handelt es sich um ein kollaboratives Kunstobjekt, bestehend aus 132 an der Decke hängenden Thermodruckern, die fortlaufend Tweets ausdrucken, die menschliche Emotionen ausdrücken oder spezielle Keywords enthalten. In einem ausliegenden Beipackzettel erklärt Baker:

Murmur Study ist als Denkmal konzipiert: ein Denkmal für den Menschheitswunsch, mithilfe neuer, meist mobiler Technologien mit anderen Verbindung aufzunehmen und zu kommunizieren. Anders als es bei der Darstellung dieses Themas häufig der Fall ist, kommen hier keine Bildschirme zum Einsatz. Die uns vertraute Gegenständlichkeit und die schiere Größe der Installation stehen im Kontrast zu den menschlichen Gefühlen, die digital zum Ausdruck gebracht werden. Das verdeutlicht den menschlichen Drang, zu hören und gehört zu werden, in Kontakt zu treten und kontaktiert zu werden.

Die Größe der Skulptur ist wirklich beeindruckend, wie auch die Bilder zeigen, die ich davon machen konnte. Man fragt sich unweigerlich – schließlich ist heute der erste Tag der Frankfurter Buchmesse – ob man in dem Open Minds Pavillon bis Sonntag nicht ein Platzproblem bekommt, angesichts der nicht enden wollenden Papiermassen aus den Thermodruckern…

Übrigens kann jeder an der Skulptur partizipieren. Alles, was man zu tun hat, ist einen Tweet mit dem Hashtag #murmurstudy zu versenden. Die Installation registriert diesen und druckt ihn dann kurze Zeit später aus.

Murmur Study from Christopher Baker on Vimeo.

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