Urbane Papierarbeiten von Evol

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Plattenbau

Da schreibt Jürgen gerade noch über Mark Jenkins und sein Interesse an Street Art, die nicht oder nicht nur aus Farbe und Schablone besteht, schon kommt der nächste Beitrag über einen Künstler, der genau diese Hilfsmittel verwendet. Evol ist natürlich keine Neuentdeckung, aber durch meinen Besuch der Ausstellung „Urban Art – Graffiti 21“ in der Völklinger Hütte und den Gang durch eine seiner Installationen wurde mir die Klasse seiner Arbeiten wieder bewusst.

Evol, 1972 in Heilbronn geboren, arbeitet mit Spraydosen und Schablonen auf alten Kartons oder auf Leinwand und erschafft begehbare Installationen. Inspiriert wird der in Berlin lebende Künstler stets von der Architektur seiner direkten Umgebung. Er greift dabei die Ästhetik der großen Wohnsilos auf, die nach dem Mauerfall aufgegeben wurden, bildet diese im Kleinformat ab und platziert sie im öffentlichen Raum an bis dato abgrundtief hässlichen Stellen: an Stromkästen, an Straßenmobiliar etc. Auf diese Weise werden diese Orte wieder bewohnbar und zu einer künstlerischen Attraktion.

Die Arbeiten Evols – der Künstlername geht übrigens auf die Bezeichnung seiner damaligen Turnschuhe zurück – sind von unglaublicher Genauigkeit und Präzision. Einen Eindruck davon erhält man entweder in einer seiner Ausstellungen, in der Wilde Gallery oder auf seinem eigenen Flickr-Account. Haltet die Augen offen!

Work by Evol

Evol in Berlin

EVOL

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